Intelligentes Energiekonzept für Wohnanlage

Intelligentes Energiekonzept für Wohnanlage

In der Johann-Sebastian-Bach-Straße entstehen derzeit drei neue Wohnanlagen der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) mit je neun Wohnungen in der Größe zwischen 60 und 100 Quadratmetern. In nur etwas mehr als 14-monatiger Bauzeit ist nun der erste der drei Neubauten exakt nach Terminplan fertiggestellt und an die Mieter übergeben worden.

Die Neustadtwerke kümmern sich dabei als Partner der WBG um die komplette Energieversorgung. Das Konzept besteht aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW), drei Photovoltaikanlagen und einem Gas-Brennwertkessel für die Spitzenlastabdeckung.

Eine Photovoltaikanlage mit 30kWp erzeugt bereits seit Juli Strom, der ab sofort direkt von den Mietern selbst verbraucht werden kann. Das BHKW, das neben der Heizungswärme auch 16kW Strom produziert, ist seit Februar in Betrieb.

Wenn die Verbrauchsprognose wie geplant eintritt, werden alle Gebäude zusammen rund 50.000kWh pro Jahr mehr Strom erzeugen, als dort verbraucht wird. Der überschüssige Strom wird ins Netz der Neustadtwerke eingespeist und steht für die Versorgung anderer Kunden zur Verfügung.

Die Hausbewohner profitieren auch von dieser guten Energiebilanz, indem der hier erzeugte Strom zu einem günstigen Preis an die Mieter abgeben wird; das ermöglicht das 2017 vom Gesetzgeber geschaffene Mieterstromgesetz. Um den Anforderungen an die exakte Abrechnung und Abgrenzung von eigenerzeugtem und aus dem öffentlichen Netz bezogenem Strom gerecht zu werden, ist ein erhöhter Messaufwand nötig. Zur Abrundung des Systems rechnen die Neustadtwerke auch die Wohnungswärme direkt mit den Mietern ab.

Die große Herausforderung für die Neustadtwerke besteht in einem intelligenten Energiemanagement, denn es muss ausreichend Wärme zur Verfügung gestellt und gleichzeitig die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Blockheizkraftwerk optimiert werden.

Seit November 2019 wird bereits an dem zweiten Gebäude gearbeitet, das dritte soll im Frühjahr 2022 bezogen werden. Über die Baufortschritte und den Stand des Energiekonzepts werden wir weiter berichten.

 

 

 

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